Day 5 mystisches..... überall
moin,

Wolken...Regen...Grün...Nebel...Wasser...
Farne...See...Moose...Felsen...Grün...Grau...
Fichten...Brücken...Felsen...

Eindrücke wie heute hat man selten. Anders wie Arches, Yellowstone, Sequia, Bryce, Everglades, Niagara, aber genauso beeindruckend.
Wir sind von Port Angeles Richtung Westen zum Lake Crescent gefahren um den Wanderweg zu den Marymere Falls zu laufen. Der Weg war sehr schön. Die Moose in den Bäumen, der Bach und die nieselige Stimmung lassen uns denken, wir wären am Höhepunkt unserer Reise angelangt. Wie solls erst im richtigen Regenwald werden? Außerdem wohnen in den Wald wundersame, mystische Wesen. Das ist total unglaubwürdig. Ihr kennt mich (hoffentlich) als geistig einigermaßen gesundes Mitglied dieses Forums, aber was ich und Brezelchen Euch hier zeigen werden ist, ohne Übertreibung, eine Weltsensation. Doch dazu später mehr.
Die Falls sind eher klein, aber der Weg dorthin lohnt sich bei jedem Wetter. Wir finden das Wetter mit Nebel und 14°C genau richtig. Trockenheit und Sprühregen wechseln sich laufend ab, aber wie gesagt, das gehört hier irgendwie hin.

Die nächste Etappe führt und zur Neah Bay und dem Cape Flattery. Auch dieser Trail ist mystisch und wunderschön. Ich bin noch nie einen solchen Weg gegangen. Rustikale Planken- und Prökelwege helfen einen die Höhenmeter zu überwinden. Man wandert bis an die nordwestlichste Stelle der USA (ohne Alaska) bis zu einem Cape mit Steilküste. Auch so eine Küste habe ich noch nicht gesehen. Es kann aber auch alles täuschen, weil die Stimmung einfach so anders ist. Die Farben der Felsen und Moose sind so intensiv, trotz des diesigen Klimas. Brezelwoman fühlte sich an die Algarve im Winter erinnert, ich mich an ...gar nix.
Schön waren auch die Möwen mit Babys im Nest an einer Klippe, die orange leuchtenden Seesterne, die Höhlen in den Felsen, die Brandung, der Leuchturm auf dem kleinen Tatoosh Island , die Cougar-Warnungen (letzte Woche wurde hier einer gesichtet), und die urwüchsige Vegetation.

Nachdem wir durchgenieselt waren, sind wir froh gewesen, mal ein wenig im Auto zu trocknen. Die Fahrt nach Forks war wenig spektakulär, aber OK. Das Hörbuch „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ hat uns die Fahrt verkürzt. Brezelwoman ist gefahren und so konnte ich meine Gedanken entspannt schweifen lassen.

Forks ist fast so wie man es sich vorstellt. Das Pacific Motel mit seinen „Twilight“ Zimmern
Pacific Inn Motel - Twilight Themed Rooms
haben ich als Quasi-Überraschung für Brezelwoman gebucht. Die Zimner sind typische Motelzimmer, aber neu renoviert und halt im New Moon Stil. Crazy, wenn Ihr mich fragt. Brezelchen will nicht unter dem Poster von Edward schlafen. Der macht Ihr Angst. Bella findet Sie besser...geht mir übrigens auch so.

Essen waren wir bei einem Chinesen, war ein Experiment und hat geklappt. Sehr lecker. Um noch etwas vom Bella Fieber der Stadt zu erleben, sind wir noch in einem der „Andenkenläden“ gegangen. Forks ging es sehr schlecht, aber seit dem Büchern und Filmen geht’s bergauf, wie uns eine einheimische erklärte. Die Frau ist eine echte Forksianerin, aber hat 6 Jahre in Bayern gelebt und spricht fließend bayrisch.

Letztes Ziel für heute La Push. Leider wird es wieder sehr regnerisch und dazu zur Abwechselung mal windig, daher wird es ein kurzer, aber stimmungsvoller Ausflug.

Jetzt gucken wird gerade den ersten Teil der Saga (Brezelchen schläft) und stellen fest, dass der Ort im Film nicht Forks ist. Na und, dennoch finden wir es hier klasse.

 Bis denne.........

Cape Flattery