17 Tag.... wie ich sie mag..... die sind schon vor..beiiii

The Amboy Shoe Tree

17. Tag

jetzt gehts aber mal weiter hier...

Nach einem guten Sonntags-Frühstück in Marylins Cafe mussten wir uns vom Tuscany und von Las Vegas verabschieden. Das tat schon ein wenig weh, auch weil es dieses jahr so anders war. Keine langen Casinonächte mit Cocktails bis zum abwinken und kein Extremcasinohopping, kein Vulkan, keine Piraten usw.
Aber da haben wir ja etwas, auf das wir uns freuen können.

Wir sind über die 95 bis zur I40 und dann über Essex / Amboy nach Twentynine Palms gefahren. Die Strecke ist natürlich auch todlangweilig, aber bietet auch ein paar Highlights.
Man fährt z.B. ein Stück die alte Route 66 und kommt an so toten Orten wie Essex und Amboy vorbei. In letzterem gab es einen großen ShoeTree. In beiden Orten gibt es einen, aber der in Amboy war mal ziemlich gut.
 Leider ist er gestorben und die Schuhe sind wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet.
The Amboy Shoe Tree
Dafür gibt es einige neue Büsche mit Unterwäsche drin.

Ziemlich interessant fand ich Roy´s Motel und Cafe. Hier siehts fast so aus, wie gerade erst verlassen.
Route 66 Roy's
Die Motelcabins stehen noch da und sehen fast aus wie neu. Die Türen sind teilweise offen und die Scheiben zerschlagen, aber drinne sieht es sauber aus. Da kommt wohl noch der Zimmerservice. Möbel sind keine mehr drin, aber die Bäder sind völlig intakt.
Im Rezeptionshaus stehen noch/wieder Möbel, im Frühstücksraum ist noch gedeckt und man könnte meinen, die glanzvollen Tage der Route 66 wäre gerade erst vorbei.
Die alte Tanke ist noch in Betrieb. Ein Postamt, eine verlassene Schule und Kirche vervollständigen den Eindruck. Irgendwie wars hier cool.

Amboy hat noch einen kleinen Vulkankrater zu bieten und es wird von mehreren Unternehmen im großen Stil Salz abgebaut. Sonst ist hier aber sowas von nix los.

Wer hat die Kugel da hingelegt

Wie wir aus der Ferne beobachten konnten, haben sich auf dem Salzebenen auch einige (naja) Dragsterfahrer zum wochenendlichen Rennen getroffen.

Weiter Richtung Joshua Tree NP. Am Himmel konnten wir wunderschöne und riesige Gewitter beobachten. Als wir in 20-9-Palms ankamen, kam auch ein Gewitter an.
Ich habe ja schon einige Gewitter in Forida erlebt, dieses stand dem in nix nach. Wir hatten Hunger und sind beim örtlichen McDonalds eingekehrt. In den 10 Metern bis zum Restaurant sind wir bis auf die Haut nass geworden. Also die gesamte Haut, auch die z.B. durch Hosen geschüzte. Interessant.
Natürlich war es dann in der klimatisierten Bude unerträglich kalt, aber wenn man Essen will muss man Opfer bringen.

Durch das Gewitter hat sich der Ort schnell in eine Wüstenversion von Venedig verwandelt, nur dass das Wasser schlammig rot war und es vieeeel mehr Strömung gab. Mit unserem großen grauen Traktor da durchzuheizen, war natürlich ein Spaß.
Nach einigen hin und her haben wir dann auch die Straße zum NP und das Oasis Visitor Center (Stempel holen) gefunden.
Zum Glück hörte es auf zu regnen und die Sonne kam sogar meist wieder hervor. Für gute Fotos in der Gegend unverzichtbar.

Nun hatten wir leider nicht so viel Zeit, wie es dieser NP verdient hat, daher haben wir uns auf ein paar schöne Stellen beschränkt. Ich mag ja die Steinhügel total gerne. Wie ich in den Alabama Hills, kann man hier sehr gut klettern. Die Beschaffenheit der Steine ist einzigartig griffig.
Zuerst waren wir bei den Jumbo Rocks und sind dann weiter zum Skull Rock. Allein die Fahrt durch den genialen Campingplatz ist ein Erlebnis. Dort ist auch diese Murmel oben auf den Felszinnen zu sehen. Brezelchen hat die Fahrt aus dem Ausguck heraus genossen und hat auf besonders schöne Steine hingewiesen.
Beim Skull Rock selber sind wir wieder ausgestiegen und sind ein wenig gekraxelt.

Weiter wieder zurück bis zur Wilson Canyon Road und und dann Richtung Süden. Leider waren die Stationen bzw. Campingplätze Belle und White Tang für Autos geschlossen. Da wir wenig Zeit hatten sind wir nicht zu Fuß hingegangen.
Zum Glück konnten wir die Dirt Road zum Stirrup Tank fahren. Dort war es auch schön = kraxeln.

Bei der Weiterfahrt haben wir den Cholla Kaktus Garden rechts liegen lassen und sind weiter bis zur Cottonwood Spring. Hier sind wir noch eine Stunde gewandert und gekraxelt. Die Oase mit den Palmen hab ich so auch noch nicht gesehen.
Aaaaha. So sehen also Palmen aus, wenn man sie nicht in den Vorgarten stellt.
Als wir wieder beim Auto waren, war die Sonne schon fast weg. Nu aber los. Ein wenig Strecke über die I10 bis Rancho Mirage lagen noch vor uns.

In tiefer Dunkelheit kamen wir schliesslich bei unseren Miles&More Bonus Hotel dem Hilton Garden Inn Rancho Mirage an.
Rancho Mirage Hotels | Hilton Garden Inn Palm Springs/Rancho Mirage | Rancho Mirage, CA
Hungrig wollten wir nicht ins Bett, daher traf es sich wunderbar, dass nebenan ein Applebees war.
Staubig wollten wir auch nicht ins Bett, daher traf es sich wunderbar, dass der Pool noch auf war.
Leider war der Whirlpool geschlossen. Als ich allerdings die Temperatur des Pools prüfte, war das vergessen. Der Pool hatte erhöhte Jacuzzitemperatur. Unglaublich. Ich habe noch nie einen so heißen Pool erlebt. Auch nicht in einer Therme.
Bei sternenklarer Nacht, haben wir den Pool dann ungewöhnlich lange genutzt und sind schließlich voller Vorfreude ins Bett gegangen.

Morgen wartet Mickey auf uns.