Discovery Cove

Day 5
moin,

wir sind um 05:00 Uhr aufgestanden, um rechtzeitig um 8:00 Uhr in Orlando sein zu können. Die erste Std. der Fahrt war einmalig. Nebelschwaden, Sonnenaufgang, das Leben erwacht langsam. Das kriegt man ja zu Hause schon selten mit, aber hier wars besonders besonders. Nach 2,5 Std. über die I95 waren wir am Ziel des Tages.

Discovery Cove

Eines Vorweg – 
Dieser „Wasserpark“ ist eine Frechheit. Überteuert, langweilig, keine Rutschen, unfreundliches Personal usw.. Selten habe ich mich irgendwo so unwohl gefühlt wie dort. Was fällt den (sonst durchaus intelligenten) Bierbrauern von Anheuser Busch ein, so einen Mist zu bauen. 
Leute, die so über dieses Paradies denken, kann ich nicht verstehen. Was ist das denn tolles? Ein perfekt durchorganisiertes Freizeiterlebnis höchster Güte (aus meiner Sicht natürlich).
Bei der Ankunft wurden wir von einer netten Dame empfangen, die einen an den Empfangscounter begleitet. Dort wird der Check-in vollzogen und man wird fotografiert für die Scannerumhägekarten, welche man am nächsten Schalter inkl. Umhängeparkmap bekommt. Brezelwoman hat eine gute Zeit (11:00 Uhr) für Ihr Delfinschwimmen bekommen. Überall auf dem Weg in den Park stehen nette Mitarbeiter und helfen einem. Man fühlt sich gut aufgehoben. Ratlosigkeit oder Orientierungsprobleme gibt es nicht. Die Anlage ist tropisch, grün und blühend mit Bächen und Papageien usw.. Gratis Pretzel-Family-Foto wurde auch gemacht.
Wir sind zuerst frühstücken gegangen. Die Auswahl ist OK. Warme Sachen gibt es nicht, an kalten aber eine gute Auswahl.
Der nächste Gang führt zu den Umkleiden und Schließfächern. Auch hier keine Probleme. Man wird von diversen Leuten in die richtige Richtung gelotst. Handtücher, Schnorchel, Maske, Schwimm-Thermo-Westen oder Anzüge werden schnell und reibungslos verteilt.

Platzsuche für uns kein Thema, da wir ja zu den ersten Gästen gehörten, und so fanden wir einen schönen Platz im Sand unter Palmen mit 3 Liegen und 2 Sessel.
Der Pool ist am Strand. Aus dem Pool heraus fließt der Lazy River. Dieser ist aber natürlich gestaltet, mit Sand, Steinen, Felsen, Höhlen. Wasserfällen, Palmen, verschiedenen Tiefen usw. Man sitzt auch nicht in Ringen und lässt sich treiben, sondern man schnorchelt durch die sehr leichte Strömung. Unter Wasser gibt es einiges zu sehen. Z.B. versteinerte Skelette, eine Scheibe zum Fischbecken, versunkene Statuen und Vasen, Kanonen usw..
Dieser Trip war superklasse. Brezelchen hat geschnorchelt und getaucht wie eine große. Echt ein schönes Familienerlebnis.
Dannach sind wir in das Riffbecken um jetzt mal mit Fischen zu schnorcheln. Etwas kalt, wenn man gerade aus dem piwarmen River kommt, daher nur eine kleine Einführungsrunde geschwommen. Brezelchen hatte auch etwas Angst zuerst. Wenn da auf einmal Rochen in der Größe von Cadillac Motorhauben und/oder ½ Tischtennisplatten an einen vorbeifliegen, kann das im ersten Moment auch etwas breathtaking sein.
Das Riff ist echt der Knaller. Alle Fische die ich mir wünschen würde waren in beeindruckender Stückzahl und Größe vorhanden. Ich bin noch Stunden dort drin gewesen und habe gestaunt. Ich schnorchel ja sehr gerne, und dies ist das Paradies der Schnorchler, aus meiner Sicht. Wenn man taucht – die Stille – die Schwerelosigkeit -toll.
Brezelchen war auch noch einmal mit ím Riff. Wie ausgewechselt hat sie die Unterwasserwelt erkundet. Wir sind Hand in Hand alle Bereiche abgeschnorchelt. Nur die Scheiben im Schiffswrack hinter der die Baracudas waren, habe ich Ihr nicht gezeigt.

 

Nach dem Riff sind wir, nach kurzer Relaxphase an unseren Platz, zum Delfinschwimmen gegangen. Davon soll Euch aber brezelwoman später mal selber was von erzählen (siehe unten). Ich habe fotografiert und gefilmt was das Zeug hält, dennoch haben wir 2 teure Fotos (20 $ St.)gekauft, weil die halt echt schön waren.

Nach der Aufregung mit den Delfinen, sind wir zu Tisch.
Das Essen ist ziemlich gut. Man kann aus ca. 10 Gerichten und½ so vielen Desserts / Kuchen wählen und auch wahllos kombinieren. Die Gerichte sind auf ziemlich hohem Niveau (für amerikanische Verhältnisse) und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wir haben bei Lifemusik gut reingehauen.
Budweiser, Sodas und kleine Snacks gibt es übrigens an drei Stationen den ganzen Tag über gratis.

Es gibt auch einen sehr schönen Bereich mit Vögeln. Dieser wird auch teilweise vom River durchzogen, was wir beim ersten Rivergang gar nicht bemerkt hatten, weil unsere Köpfe ja immer unter Wasser waren.
Die Vögel sind im verschiedenen Bereichen. Man kann sie auch füttern und mit Hilfe einer kleinen Mappe versuchen alle zu finden. Einige Vögel kannte ich natürlich schon, aber einige auch nicht, was mich etwas überraschte.

Neben dem Riff ist auch noch ein kleinerer Pool mit Rochen. Hier darf man nicht schnorcheln, sondern muss stehen bleiben, oder in die Hocke gehen um die kleinen Rays (so seitenscheibengröße) zu streicheln. Im Vergleich zum Riff aber eher langweilig. Dort haben wir schließlich Kontakt mit mehreren riesigen Mantas usw gehabt.

Den Rest des Tages haben wir im Wasser verbracht. Brezelchen ist noch mehrfach den River geschnorchelt. Mal durfte ich (als Delfin oder Meerjungmann) mit, mal brezelwoman. Das spielen dort macht echt Spaß.

 Ein kurzes Gewitter zog eine vorübergehende Schließung des Rivers mit sich. Als der River wieder freigegeben wurde, wollten viele auf einmal wieder rein in den Abenteuerfluß. Das war das einzige mal wo so etwas wie „Völlegefühl“ aufkam, sonst ist der Park recht entspannt und alles verläuft sich gut.

Lobby DC

Bei einem Gewitter so um 16:45 Uhr haben wir unsere Sachen im Discovery Cove gepackt und sind Richtung Disney Marketplace gezogen. Dort wollten wir das T-Rex Restaurant ausprobieren. Dieses Mal wars echt voll und wir mussten 20 Min. warten, bis unsere Namen aufgerufen wurden.
Essen war gut. Der Kellner hatte einen riiiiiesen Clown gefrühstückt, hat mir eine Hidden Micky auf die Servierte aus Ketchup gemacht, mir (ohne das ich es merkte) von hinten 2 Teller an den Hinterkopf gehalten, so dass ich die Hidden Micky war usw.. Na ja... Hauptsache meine Familie hat Spaß. Was tut man nicht alles. Unter normalen Umständen hätte ich Ihm den Ketchup in die Nase eingeführt, und die Teller woanders. Neee ... natürlich nicht

Nach dem Essen sind wir ein wenig umhergeschlendert, haben Mitbringsel mitgebringselt und der Highschoolband des Abends gelauscht. Der Hammer war das unser wasserscheues brezelchen (remember 2009 Sea World) sich zu den anderen Kindern in die tanzenden Wasserfontänen gesellte und platschnaß, aber glücklich, zum Chrysler gebracht werden musste.
Bei offenen Verdeck sind wir noch ein wenig International Drive und die 192 gefahren, während brezelchen (warm, trocken und gut verpackt) hinten geschlafen hat.

Nach 2 Std. Florida Turnpike war auch dieser Tag zu Ende.
Morgen wird es wieder ruhiger.

brezelwomans Delfinschwimmen

So ...
nun ist endlich der Rechner frei und ich nutze gleich die Gelegenheit mein Erlebnis mit euch zu teilen.
Vorweg möchte ich mich entschuldigen, dass ich nicht zu den aktivsten Forum-Besuchern gehöre, die ihre Erfahrungen mit euch teilt . Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich ähnliche Dinge erlebe wie der Rest der Brezelfamilie und es sich eventuell wiederholen könnte .
Ich muss auch zugeben, er macht das mit soviel Begeisterung, da kann ich nicht zwischen.....

But this is my turn:

Mein ultimatives Geburtstagsgeschenk (danke für die Glückwünsche Paulchen) nur für mich allein.
Meine Begeisterung für Delfine, ist kaum in Worte zu fassen. Die letzten Jahre habe ich diese wunderschönen Tiere neben unserem Miet-Boot schwimmen sehen – frei – glücklich – unbeschwert.
Dieses Jahr durfte ich ganz in ihre Nähe. Nicht bei Sea World halb im Becken liegend versuchen zu sie berühren. Sondern ganz und gar.
Man hat schon einiges gehört, gelesen und gesehen aber dennoch war ich leicht nervös.
Ob ich dies alles so ohne große Englischkenntnisse verstehe...was man darf und was nicht.
Nach einer kurzen Nacht ging es endlich los und meine Fragen würden sich bald klären. Auf jeden Fall hab ich mich riesig auf dieses Abenteuer gefreut. Um 11:10 war meine Delfinschwimmzeit.
Treffpunkt : Sand Dollar Cabana. (Eine von 3 Cabanas) Meine war die Äußerste.
Man sollte 5 min. vorher da sein.
Bitte Scannerumhängekarte nicht vergessen!!!!
Es folgt eine kurze Registrierung und eine Einverständnisserklärung mit Adresse, Name und Unterschrift ist auszufüllen und zu unterschreiben.
Unsere Lehrer stellen sich vor und es wird ein kurzer Film zur Einstimmung gezeigt. Dann wurden wir in mehrere 8´ter Gruppen eingeteilt.
Ich gehörte zur Gruppe A – innerhalb dieser Gruppe gab es „The German Group“, bestehend aus einer Person. MIR .
Nun ab ins kühle Nass!

Für die, die mich nicht kennen (also hier so ziemlich jeder); ich mag es gerne warm, auch im Wasser. Den Pool in unserem Ferienhaus lassen wir heizen und bezahlen 1,50 Dollar täglich mehr, damit ich mich auch in den Pool traue.

Zurück zu den Delfinen. Ich hatte mich für die Schwimmweste entschieden, nicht für den Anzug, so wie die anderen der Gruppe auch. So soll ich nun 30 min. aushalten?
Die Gruppendynamik, mein Stolz und die Vorfreude haben mir das einsteigen ins Wasser leicht gemacht, und überhaupt keine Schwierigkeiten bereitet.
Die Trainerin hieß Marie (sehr nett, natürlich... wie alle )hat uns gut verständlich erklärt was der Delfin nicht so mag. Dutch unser erster Delfin (später kam noch Taylor) wurde uns vorgestellt und dann schwamm er an unserer Gruppe langsam entlang, so dass wir ihn berühren/streicheln konnten, 4-5x wurde dieses wiederholt.
Dann wurde die Schwanzflosse genauer betrachtet und ein paar, mit Fischen belohnten, „Zirkustricks“ wurden vorgeführt. Z.B. singen, winken, tanzen usw.
Für mich waren die Einzelkontakte zum Delfin am beeindruckensten.
Dutch ist „fast freiwillig“ zu mir, hat seinen Kopf in meine vorgeformten Hände gelegt, und ich habe ihm einen zärtlichen Kuss auf sein Mund gegeben. Ich hatte den Eindruck, dass ihm das genauso gefallen hat wie mir. Er hat den Kuss erwidert - echt. Ich bin der Überzeugung, das hat er auch nur bei mir gemacht.
Dutch mag mich!!

Mit Taylor wurde es wilder. Ich packte ihn mit der linken Hand an der oberen Rückenflosse und mit der rechten Hand die untere und dann ging es ab. Er zog mich voller Leidenschaft durchs Wasser. Das lag bestimmt nicht nur daran, dass er zur Belohnung erneut ein Fisch bekam. Auch Taylor mag mich!!
So... alle wieder in einer Reihe aufstellen und erneut Rückentouching. Als vorletztes haben alle 3 Delfine unseres Pools noch eine „atemberaubene“ Sprungszene abgeliefert.

Zum Schluss, ein Spaß für alle.
Wir mussten wieder eine Handbewegung machen und Taylor durfte Shamu spielen und hat uns mit der Schwanzflosse bespritzt. Große Überraschung , was haben wir gelacht (wirklich)... oh sollte ich das vielleicht nicht erzählen, die Überraschung ist ja nun wech.

Ich glaube das ganze hat ca. 30 Min. gedauert (ohne Fotoverkaufsgespräche), welches bei uns sehr lange dauerte, da die Fotos nicht auf den Rechner so recht wollten. Jedoch haben wir, wie brezelman schon berichtet hat, 2 gekauft. Ich hätte alle haben wollen aber der Preis ist echt..... Dann gehe ich lieber noch einmal zu Discovery Cove .

Ich kann mich leider nicht immer so kurz fassen, sorry dafür.
Schlussendlich - der ganze Park ist absolut (nicht übertrieben) ein Paradies. Mit oder ohne Delfine ist der Park einen Besuch wert. Delfinschwinnen ist toll, allerdings ist es eben eine Touristenaktraktion mit dressierten Tieren. 46 Delphine leben dort und sollen uns bespassen. Auf meine Frage, ob die Delphine auch Spaß daran haben, uns ihr Können zu zeigen, antwortete die Trainerin, dass sie es nicht genau wüsste, ob die Tiere dass gerne machen, oder nur für die Fische.
Also in diesem Sinne … so Nahe kommt man sonst nicht an diese Tiere ran.

Für mich war es ein einmaliges Erlebnis, welches ich nie vergessen werde.