Build a Lizzy

DAY 16

moin,

Wetter wieder suboptimal aber nicht so tragisch, da heute die Fahrt nach Hollywood ansteht.
 Im Florida-Forum habe ich von den Build a Bear Läden gelesen. Ich fand die Idee dieser Läden ganz nett. Da brezelchen einen von brezeloma ausgeliehenen Teddy auf dem Flughafen verloren hat, sollte ein würdiger Ersatz her. Aus diesem Grund sind wir, bevor wir uns auf dem Weg nach Hollywood machten, zum 3. Mal in die Coastland Mall gefahren um einen „Teddy Bear“ zu basteln. Es ist so wie Snowhite es beschrieben hat. Wir waren die ersten morgens als das Rolltor hoch gelassen wurde. Die diensthabende Verkäuferin war sehr nett und Lara hat gut mitgemacht. Nun hat brezeloma einen braunen Teddy mit blauen Shorts und Rosa-Blaues Hemd. Sie heißt Lizzy (gesprochen Li Tsi).

Seminole Hard Rock Hotel & Casino Hollywood – ein Hauch von Vegas am Rande der Everglades. Wir waren bereits kurz nach Mittag im Hotel. Ein wirklich tolles Zimmer mit Poolblick im 11 Stock wartete auf uns.

Wir sind ja lernfähig, daher hatten wir im Haus in Naples wirklich alles bereits so verpackt, dass wir nur noch den kleinen Koffer ins Hotel mitnehmen mussten. Die Erfahrung vom letztem Jahr, wo wir mit 4 Koffern, 1 Kühltasche und ca. 10 Publixtüten als Familie Flodders zum Valet Parking vorgefahren sind, sollte uns nicht noch einmal passieren.
Die Aldi Gepäckwaage hält übrigens einiges mehr aus, wie die Fischwaage vom Bass Pro Shop. 

Weiter beim Hard Rock Hotel. Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet hatten, sind wir an den Pool gegangen. Super Ding und nix los. Richtig schön. 2 Jacuzzi, eine abendteuerliche Wasserrutsche, große Wasserfälle, Riesenpool bei dem man an jeder Stelle stehen kann, Cocktailservice, Poolsnackbar in einer Höhle usw.. Für uns, in Hotelanlagen recht unerfahrenen, mal wieder eine schöne Abwechselung / Erfahrung.
Nach dieser wunderbaren Abkühlung ging es ab ins Zimmer zum relaxen. Jedenfalls für die brezeldamen. Ich bin nach kurzer Umzugsphase im Casino abgetaucht. Alleine nur halb so schön, und als ich feststellen musste, dass die Cocktaildame 3$ für 1 Bud haben wollte, war meine Enttäuschung riesig. Nix mit Cocktail umsonst, solange man spielt. Das hat die Vegas-Illusion echt zerstört.
Der „Wheel of Fortune“ (WoF) hat mich voll abgezockt. Nicht eine verdammte WheelofFortuneAusspielung. Ich höre doch den „Satz“ so gerne.
Zum Geld verdienen musste ich an den Pokerautomaten wechseln. Nach einer ¼ Stunde „Jacks or Better“ war ich wieder bei +/- Null. Weitere 15 Min. am Roulette-Automat und ich war im Plus. Hurra ab zum WoF.
Das betrügerische Ding hat es auf mich abgesehen. Ich musste mehrere, mehrere 20er in das Ding schieben. Sch.....aaaande.
Doch dann endlich. Der Ausruf auf den ich so lange wartete. Das imaginäre Publikum aus dem Automaten rief: „Wheeeel oofff Fortuneeeen“. 
Ha haaarr.... endlich würde ich alle meine Investitionen, und noch vieeel mehr, wieder bekommen.
Ich würde dies verdammte Casino ausrauben.
Der Urlaub ist refinanziert.
Meine Familie wird mich lieben (...noch mehr!!).
Das „Glücksrad“ drehte sich.
Interessierte Sitznachbarn und Passanten schauten auf meinen Automaten, der die Bewegung der Glücksrades mit einem spannenden Knattern begleitete. Jaaaahhh. Dreh Dich Du Luder..... ähhmm.................schon gut.........

Es kam wie es kommen musste. Der Ball blieb nicht beim Superjackpot, 1000, 500, oder nur 100 stehen. NEIN BEI 90 (in Worten neunzig). 90 Quarter. Ich war nicht mal in der Lage richtig auszurechnen wie viel $ das sind. Jedenfalls nicht viel mehr wie 20, denn wenn ich die 20er reingeschoben habe, standen immer 80 neue Einheiten auf dem Display. 
Hnnnnrrrrggghh. Beiß in die Faust...... aber bleib coooooooooool.
Ich drucke meinen armseligen „etwas über 20$“ Voucher-Schein aus, löse Ihn ein und gehe deprimiert, aber irgendwie auch glücklich (irgendwie hab ich jetzt doch Vegas-Feeling), schauen, was meine Damen so machen.

Essen ist angesagt. Wo? Natürlich im Hard Rock Cafe. Sehr netter Kellner. Lustig, wie es nur (schwarze) Amis sein können. Echt nett, cool, witzig, unterhaltsam, informativ. Ich liebe sie. Das Essen war auch gut, ebenso wie der Nachtisch.

Dann sind wir draußen durch die „Mall“ geschlendert, haben fangen gespielt, der Bellagio-Wasserfontänen-Kopie zugesehen, einen Strawberry Daiquiri bei Hooters getrunken, uns bei Brookstone (www.brookstone.com) massieren lassen (was die immer für tolle Sachen haben, den Plattenspieler mit USB-Anschluß zum digitalisieren seiner Vinylsammlung hätte ich fast eingepackt), Eis gegessen und etwas melancholisch über den letzten Abend des Urlaubs nachgedacht.

Ich hatte diese Nacht mal das Vergnügen mit brezelchen in einem Queen zu schlafen. Das sie diesen Wunsch äußerte, freute und ehrte mich sehr. Das ich die Nacht fast kein Auge zugemacht habe, weil ich nur 2 ft. Platz hatte (den Rest brauchte das kleine brezelmensch), ist dann doch leicht zu verschmerzen.

Dies war der letzte volle Tag. Morgen um 8 pm geht der Flieger.
Somit endet dieser Reisebericht an dieser Stelle völlig unspecktakulär. Danke fürs mitlesen.