Anna Maria Island 2

moin,
der nördliche Zipfel von Anna Maria Island ist kein typisches Touristenziel. Diese Ecke kann man als ruhige und unentdeckte Wohngegend mit Strand und Pier bezeichnen. 

Der City Pier (ebenso der Rod&Reel Pier ) ist ein bei locals sehr beliebtes Angelrevier. Selten habe ich so viele Angler auf einem Pier gesehen. Besonders am Abend ist jeder Platz besetzt. Das lockere Völkchen kann sich zwischendurch in dem Restaurant (na...eher Kneipe mit Essen) stärken. Als wir nach sunset mal da waren war kein Platz zu bekommen. Das Essen soll aber sehr gut sein (siehe tripadvisor). Als Krönung war ein Mann und seine Gitarre vor Ort und spielte coole Songs für die Gäste. Die Stimmung war sehr ausgelassen.
Rund um das Restaurant stehen überall Angler, von 7 bis 70 Jahren. Als wir und gerade hinter einen der Mini-Angler durchschleichen wollten, biss bei ihm etwas an. Etwas großes. Jedenfalls zu groß für ihn. Der junge stolperte 2 Schritt vorwärts und fing an zu schreien. Daaaaaaddyyyyy!!! Er wäre fast ins Wasser gefallen, da kein Geländer an der Stelle, aber ein beherzter Angler von nebenan hat schnell reagiert und die Angel gegriffen. Der Daddy kam dann auch ganz schnell. Der Fang ist aber schließlich entwischt. Der kleine Junge wollte dann auch erstmal nicht weiter angeln.
Interessant ist es auch immer wieder den Profis beim filetieren ihres Fangs zuzusehen. Es war sogar ein kleiner Hai dabei. Unsere Lütte, eigentlich schon müde, war hier wider hellwach und hat große Augen gemacht. Der Besuch des Piers, sozusagen bei Nacht, war wirklich beeindruckend.
Vom Pier aus hat man übrigens einen wunderschönen Blick auf die Tampa Bay und die Sunshine Skyway Bridge.

Der nord-westlich von Pier gelegene Strand ist nicht erschlossen und eher für die Hausbesitzer zu nutzen. Einen Zugang zum Strand gibt es an der gefühlt nördlichsten Stelle der Insel. Es gibt aber so gut wie keine Parkmöglichkeiten, ohne weiten Fußmarsch, um an diesen Strand zu gelangen. Es sei denn, man wohnt hier. Überall an der Straße ist Parkverbot.
 Doch mit eine wenig Mut, haben wir uns getraut auf den Grünstreifen eines verlassenen Hauses in einer Seitenstraße zu parken. 200 m über dies Straße bis zum Zugang (siehe Foto) dann noch einmal 200 Meter durch ein Wäldchen, über einen Steg, über die Dünen und man ist am Strand.

Wie gesagt außer Dünen, Sand, Bäumen und Wasser gibt es hier nix. Aber für einen schönen Vormittag an Strand ideal. Wir hatten den ganzen Strand für uns alleine. Wir haben uns den üblichen Strandvergnügen (Schorcheln, Ball spielen, Spazieren gehen, Muscheln/Schnecken sammeln, Sandburg bauen, Papa einbuddeln) hingegeben.
Als nach ein paar Stunden 2 Boote mit badewilligen Amis kamen (inkl. Büchsenbier, lauter Musik und den unvermeidlichen Strandstühlen mit Sonnenschirm) sind wir gegangen.

Ich kann diesen ruhigen Strand ohne jeglichen Komfort wirklich nur empfehlen. Ich glaube auch, dass es dort sehr ruhig bleiben wird, da er abseits der ausgetretenen Touristenpfade liegt und es kaum Parkmöglichkeiten gibt. Mit dem Boot ist die Ecke besser zu erreichen.